Vor 12’355 Fans im Zürcher Letzigrund setzte sich die Schweizer Nationalmannschaft, koordiniert von Headcoach Rafel Navarro, in ihrem 400. Länderspiel mit einem 3:1-Sieg gegen die Türkei durch. Nach einer ersten Halbzeit, in der die Schweiz mit vielen Leerläufen Mühe hatte, die türkische Blockade zu passieren, kam die Nati erst in der zweiten Halbzeit in Fahrt. Nach einer gelben Karte für die Türkei in der 48. Spielminute fiel in der 49. Spielminute mit einem Hackentrick das erste Tor für die Schweiz, geschossen von Aurelie Csillag. Angeheizt von der Schweizer Offensive antwortete die Türkei in der 52. Spielminute mit einem Gegentor zum 1:1. Da das Spiel ohne VAR stattfand, behielt das Tor seine Gültigkeit, obwohl eine Türkin im wohl Abseits gestanden war. Die Schweiz liess sich davon nicht entmutigen und setzte ihre Offensive fort. Aurelie Csillag erzielte in der 75. Spielminute ihr zweites Tor des Abends und lenkte das Spiel mit dem 2:1 wieder in Schweizer Richtung. Vier Minuten später schoss Viola Calligaris in der 79. Spielminute das 3:1 und sicherte der Schweiz damit den Sieg.
Wir werden hier dem Team (noch) keine Noten verteilen. Der Leistungsunterschied zwischen der zweiten und der ersten Halbzeit war sehr gross. Aurelie Csillag, Livia Peng und Iman Baley, alles Spielerinnen aus der WSL, hatten einen verhaltenen Start in die Partie. In der ersten Halbzeit glänzte vor allem Nadine Riesen, die unermüdlich rackerte. Die beste Spielerin beider Halbzeiten war klar Sydney Joy Schertenleib; sie hätte sich durchaus der ersten Halbzeit mehr in Richtung Einzelaktionen trauen dürfen. Eher enttäuschend spielten Lia Wälti und Riola Xhemaili, letztere erbringt derzeit beim PSV Eindhoven überragende Leistungen.
Mit drei Siegen in der WM-Qualifikation aus drei Spielen gegen Nordirland, Malta und die Türkei und neun Punkten spricht vieles für die Teilnahme der Schweiz am FIFA Women’s World Cup Brazil 2027™. Sie führt aktuell in der Gruppe B2 und mit den noch ausstehenden Partien liegt der Gruppensieg in Reichweite. Mit einem Gruppensieg in der Liga B würde sich die Schweiz für die erste Playoff-Runde qualifizieren, in der sie sich einen Platz für die WM 2027 in Brasilien erkämpfen könnte. Dort könnten aber durchaus schwierige Gegnerinnen auf die Nati warten, wie z.B. Schweden warten. Dann würde es Livia Peng mit der FC Arsenal Mittelstürmerin Stina Blackstenius zu tun bekommen.