Lisa Baum wechselt zu Arsenal

Lisa Baum, die 19-jährige Flügelstürmerin, wechselt vom Bundesligisten RB Leipzig zu Arsenal, wo sie in ihrer einzigen Saison für den Verein 26 Einsätze bestritt und sechs Tore erzielte. Lisa wird bei Arsenal die Rückennummer 19 tragen.

«Ich bin so glücklich, zu Arsenal zu kommen, und kann es kaum erwarten, loszulegen», sagte Lisa Baum. «Diese Liga ist sehr umkämpft und Arsenal ist ein grosser Verein, daher freue ich mich darauf, mich selbst herauszufordern und mich mit den Besten zu messen. Ich möchte Titel gewinnen und mich spielerisch weiterentwickeln, und Arsenal scheint mir der perfekte Ort zu sein, um das zu erreichen.»

Lisa wurde in Daressalam in Tansania geboren, zog im Alter von vier Jahren nach Deutschland und begann ihre Fussballkarriere 2021 beim Hamburger SV. Im Jahr 2022 folgte ein Profivertrag beim Hamburger SV, und Lisa verhalf der Mannschaft innerhalb von drei Jahren zu zwei Aufstiegen, sodass sie bis zum Ende der Saison 2024/25 von der dritten deutschen Liga in die Bundesliga aufstieg. Lisa bestritt insgesamt 68 Spiele und erzielte 21 Tore für den Hamburger SV, bevor sie im Sommer 2025 ihren Wechsel zum RB Leipzig besiegelte.

Auf internationaler Ebene hat Lisa für Deutschland in verschiedenen Altersklassen gespielt und sich von der U17 bis zur U23 hochgearbeitet.

Clare Wheatley, Direktorin für Frauenfussball, erklärte: «Wir freuen uns sehr, die Verpflichtung von Lisa unter Dach und Fach zu bringen. Als eine der am höchsten eingeschätzten jungen Flügelspielerinnen in Europa hat Lisa grosses Potenzial, und wir sind überzeugt, dass dies der perfekte Ort für sie ist, um sich weiterzuentwickeln und zu entfalten. Wir freuen uns darauf, ihre Entwicklung hier bei uns bei Arsenal zu verfolgen.»

Cheftrainerin Renée Slegers ergänzte: «Lisa ist eine junge Flügelstürmerin, die unserem Angriff direktes Spiel und Athletik verleihen wird. Mit 19 Jahren befindet sie sich noch in der Entwicklung, und wir glauben, dass sie enormes Potenzial hat, das wir gemeinsam mit ihr entfalten werden. Wir heissen sie bei Arsenal willkommen und freuen uns auf den gemeinsamen Weg, der vor uns liegt.»

Quelle: Arsenal FC, www.arsenal.com

Kommentar von Boris Etter, Chefredaktor

Arsenal treibt den Kaderumbau in diesem Sommer mit hohem Tempo voran. Der Transfer von Lisa Baum ist dabei einer der interessantesten Schritte. Die 19-jährige Offensivspielerin wechselt direkt von RB Leipzig nach London und steht damit schon sehr früh in ihrer Karriere auf einer der grössten Bühnen des europäischen Frauenfussballs.

Lisa Baum hat bislang noch kein A-Länderspiel für Deutschland bestritten, gilt aber als eines der grössten deutschen Offensivtalente ihres Jahrgangs. Der Schritt zu Arsenal ist deshalb gleichzeitig eine grosse Chance und ein erhebliches Risiko: Das sportliche Umfeld ist erstklassig, doch der Konkurrenzdruck ist bei einem Topklub der WSL enorm. Der Wechsel nach Nordlondon dürfte Lisa Baum, wenn sie genügend Spielzeit erhält, aber sicher rasch in die deutsche A-Nationalmannschaft befördern.

Die Frage ist in den Raum zu stellen, ob eine Art «Zwei-Stop-Strategie» für ihre Entwicklung nicht etwas günstiger gewesen wäre. Ein Wechsel zu einem etwas weniger starken Verein hätte Lisa Baum womöglich mehr Zeit gegeben, sich an das internationale Spitzenniveau zu gewöhnen, ohne sofort unter maximalem Erwartungsdruck zu stehen. Andererseits bietet Arsenal genau jene tägliche Herausforderung, an der aussergewöhnliche Spielerinnen besonders schnell wachsen können und ein professionelles Umfeld auf Topniveau.

Der Blick auf den Saisonstart der WSL ist dieses Jahr besonders interessant. Der Spielplan für die Saison 2026/27 wird am 30. Juli 2026 veröffentlicht, dann wissen wir, mit welchen Gegnerinnen es Arsenal zu tun kriegt in den ersten Spielen.

Der Wechsel von Lisa Baum in die WSL ist in jedem Fall mehr als nur ein Vereinswechsel. Er ist auch ein Signal für die wachsende internationale Wahrnehmung des Frauenfussballs im deutschsprachigen Raum, zumal Baum als deutsches Toptalent gilt und auch in den Massenmedien Beachtung finden wird. Mit Blick auf die Frauenfussball-WM 2027 in Brasilien ist dies natürlich sehr zu begrüssen.

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