Hinspiel vom 24. März 2026 im Emirates Stadium, London
Das Hinspiel am 24. März 2026 im Emirates Stadion begann der FC Chelsea offensiv, traf in der Startphase zweimal den Pfosten und demonstrierte sofort, wo der FC Arsenal verwundbar sein konnte: in offenen Räumen und bei schnellen Vorstössen über die Flügel. Doch Arsenal gelang es den Angriffsdruck zu überstehen und danach besser in die Partie zu finden. Dann schlug Arsenal zu: Stina Blackstenius traf nach einem Standard per Kopf ins Tor in der 22. Spielminute, Chloe Kelly traf in der 32. Spielminute einen Distanzschuss ins Tor. Nachdem Lauren James den Stand in der 66. Spielminute mit einem Traumtor auf 2:1 verkürzt hatte, stellte Alessia Russo den Zwei-Tore-Vorsprung in der 76. Spielminute wieder her und erzielte damit ihr 8. Tor im laufenden Wettbewerb. Der FC Arsenal ging als hart erkämpfter Sieger aus dem Spiel hervor.
Rückspiel vom 1. April 2026 an der Stamford Bridge, London
Das Blatt wendete sich für das Rückspiel an der Stamford Bridge am 1. April 2026. Der FC Chelsea war aufgrund des Punkterückstands zu einer offensiven Spielweise gezwungen und griff an. Ellie Carpenter und Lauren James erzeugten Druck. In der ersten Halbzeit schaffte Arsenal kaum saubere Aktionen auf den Platz und musste sich darauf konzentrieren, das Tempo von Chelsea zu brechen. Chelsea erkämpfte einige Torsituationen, jedoch verwerteten Alyssa Thompson und Sjoeke Nüsken die Chancen nicht. Dieses Muster zog sich durch den weiteren Spielverlauf. In der zweiten Halbzeit gewann das Spiel an noch mehr Tempo, Arsenal gelangen Konter und Chelsea war gezwungen, mehr Risiken einzugehen, sodass sich die Räume öffneten. Ein aberkannter Treffer von Stina Blackstenius (mit Vorlage von Smilla Holmberg) hätte das Duell endgültig kippen können. Stattdessen blieb Chelsea im Rennen und warf in der Schlussphase alles nach vorne. Jedoch gelang Chelsea erst in der vierten Minute der Nachspielzeit durch Sjoeke Nüsken das 1:0. Eine herausragende Leistung bot die Arsenal Torhüterin Daphne van Domselaar mit spektakulären Paraden und war unüberwindbar. Die UEFA-Beobachter wählten Daphne van Domselaar zu Recht zur «Vodafone Player of the Match» des Rückspiels. Die niederländische Torhüterin lieferte eine Glanzleistung mit mehreren Weltklasse-Paraden, insbesondere in der Schlussphase: In der 53. Minute parierte sie einen gefährlichen Abschluss von Sam Kerr, in der 75. Minute entschärfte sie erneut einen Volley von Kerr, und auch in den hektischen Schlussminuten hielt sie ihren Kasten sauber – bis auf das späte Tor von Nüsken. «Wir wussten, dass Chelsea in der zweiten Halbzeit auf zwei Tore gehen würde. Sie sind stark bei Flanken, und wir waren darauf vorbereitet», sagte Van Domselaar nach dem Spiel. «Ich bin einfach glücklich für das Team – wir haben alles gegeben.» Die «UEFA Technical Observer Group» begründete die Auszeichnung mit Van Domselaars «herausragenden Rettungstaten, die massgeblich zur Halbfinalqualifikation beitrugen».
Kurz vor Ende des Spiels gab noch den «Haarreisser» von Katie McCabe an Alyssa Thompson, die bereits durch war und nach der Mittellinie in Richtung Tor lief; bekanntlich macht die amerikanische Nationalspielerin aus solchen Situationen auch oft Tore. Fouls mit «Haarreisern» werden oft mit Roten Karten bestraft. Die Rote Karte gab es denn umgehend – aber für Sonia Bompastor, Trainerin vom FC Chelsea (Gelb-Rot wegen Reklamierens). Katie McCabe blieb unbestraft und kann deshalb auch im Halbfinale gegen OL Lyoness spielen. Die Szene kann man auf YouTube und auf anderen Kanälen anschauen; es ist unmöglich, den «Haarreise» nicht zu sehen, der wäre auch von der «Artemis»-Crew aus dem Weltraum erkennbar. Nach dem Spiel beklagte sich Sonia Bompastor über die Schiedsrichterqualität und den VAR. Sie konnte – zu Recht – nicht verstehen, warum diese Szene keine der vier Schiedsrichterinnen nicht gesehen hat und vor allem auch der VAR nicht eingriff. Katie McCabe postete, dass sie das Shirt erwischen wollte und bedauerte die Sache. Alyssa Thompson schwieg, ihr Gesicht, auch auf unserem Bild, spricht aber Bände. Renée Slegers, die Trainerin vom FC Arsenal, äusserte sich in der Medienkonferenz sehr diplomatisch zur Angelegenheit; sie dürfte sehr froh sein, eine wichtige Leistungsträgerin wie Katie McCabe im Halbfinale gegen OL Lyoness dabei zu haben. Der Frauenfussball hat in der UEFA Women’s Champions League und in der WSL ein extrem hohen Niveau erreicht. Beim Schiedsrichterwesen besteht aber noch Verbesserungs- bzw. Professionalisierungsbedarf. So gibt es bei Ligaspielen der WSL, wo sich auch FC Arsenal und FC Chelsea gegenüberstehen, noch keinen VAR.