WSL-London-Derby: Chelsea gewinnt gegen Arsenal 1:0

Chelsea hat am Sonntag das Londoner Derby in der Women’s Super League gegen Arsenal 1:0 gewonnen. Vor 19’349 Zuschauerinnen und Zuschauern an der Stamford Bridge entschied die USWNT-Nationalspielerin Alyssa Thompson die Partie in der 39. Minute. Damit endete Arsenals Serie von 20 WSL-Spielen ohne Niederlage. Die Schweizer Nationalspielerin Géraldine Reuteler gab in der 82. Minute ihr Debüt für Arsenal. Chelsea steht nach dem dritten Sieg im vierten Spiel mit 10 Punkten auf Rang 3. Arsenal liegt mit 5 Punkten nur auf Platz 7 und hat in vier Ligaspielen erst zwei Tore erzielt. Das nächste WSL-Spiel von Arsenal gegen Manchester City darf als Schicksalsspiel bezeichnet werden.

Arsenal startete stark in die Partie. Kim Little und Mariona Caldentey trafen jeweils nur den Pfosten. Chelsea ging trotzdem in Führung: Wieke Kaptein fing einen Abstoss ab, den Arsenal flach herausspielen wollte. Anneke Borbe parierte zunächst einen Schuss von Keira Walsh, doch Thompson verwertete den Abpraller. Obwohl Arsenal 18 Schüsse abgab, kamen nur zwei aufs Tor. Chelseas Keira Walsh wurde zur besten Spielerin des Spiels gewählt.

Duell der USWNT-Stars Emily Fox und Alyssa Thompson

Emily Fox und Alyssa Thompson spielen zusammen in der US-Nationalmannschaft. Am Sonntag standen sie sich als direkte Gegenspielerinnen gegenüber. Emily Fox lieferte im ersten Spiel nach ihrer Vertragsverlängerung bei Arsenal eine Top-Leistung ab und hatte Alyssa Thompson fast immer im Griff. Alyssa Thompson erzielte das Siegtor, bei dem Ona Battle nicht gut aussah.

McCabe gegen ihren alten Club – das «McCabe-Derby»

Katie McCabe spielte zum ersten Mal gegen Arsenal. Sie war zehn Jahre bei den Gunners, bevor sie im Sommer zu Chelsea wechselte. Die Arsenal-Fans pfiffen sie bei jeder Ballberührung aus. Kurz vor der Pause sah sie Gelb, weil sie einen Eckball verzögerte. Laut McCabe hatte sie die Schiedsrichterin wegen des Lärms im Stadion nicht gehört. Später blockte sie einen wichtigen Schuss von Chloe Kelly.

Debüt von Schweizer Nationalspielerin Géraldine Reuteler bei Arsenal

Die Schweizer Nationalspielerin Géraldine Reuteler gab ihr Debüt für Arsenal. Sie kam in der 82. Minute für Kim Little ins Spiel.  Géraldine Reuteler zeigte einige vielversprechende Aktionen. Arsenal hatte sie im Juli von Eintracht Frankfurt verpflichtet.

Wie weiter mit Arsenal?

Der Anspruch von Arsenal mit seinen vielen Neuverpflichtungen war klar der Gewinn der WSL-Meisterschaft. In einer so starken Liga wie der WSL entscheiden aber wenige Punktverluste, insbesondere unnötige Unentschieden, die Meisterschaft. Unter den zahlreichen Neuverpflichtungen sticht positiv die erst 19. Jahre alte deutsche Nationalspielerin Lisa Baum hervor. Die Auftritte von Ona Battle überzeugen wenig, meistens erfolgt auch eine Auswechslung. Géraldine Reuteler und Selina Cerci erhalten bisher (sehr) wenig Spielzeit. Absolut unverständlich ist, wie so eine Mannschaft so wenige ernsthafte Torchancen herauspielt, auch bei statistischer Überlegenheit in Spielen. Die nächsten Spiele von Arsenal werden folglich Schicksalsspiele werden, insbesondere das Spiel gegen Manchester City.

Stimmen nach dem Spiel

Alyssa Thompson erklärte: «Ich bin sehr glücklich. Ich finde, das Team hat es sehr gut gemacht, wir haben füreinander gekämpft. Wir wussten, dass der Beginn der ersten Halbzeit nicht der beste war, aber wir haben zusammengehalten und den Sieg geholt. Es war ein schwieriges Spiel – gegen Arsenal ist es immer ein gutes Spiel.» «Auf dieses Tor habe ich seit Saisonbeginn gewartet.»

Katie McCabe bemerkte: «Für mich ging es heute nur um uns und unsere Vorbereitung auf das Spiel. Arsenal hat viele Waffen und viel Qualität am Ball und rund um den Strafraum, aber es lag an uns, den Sturm in der ersten Halbzeit ein wenig zu überstehen. Als wir uns gefangen und den Ball gehalten haben, haben wir phasenweise dominiert – und Alyssa hat ihr Tor wirklich gut gemacht.» «Wenn man so lange bei einem Club war, ist das zu erwarten – vor allem, wenn man zu einem Londoner Rivalen wechselt. Ich habe viel Respekt vor den Arsenal-Fans, wir haben viel zusammen erlebt. Aber für mich war es Zeit für ein neues Kapitel in meiner Karriere. Die Art, wie Sonia spielen lassen will, und die Qualität in diesem Team haben mich sehr gereizt.»

Quellen: Sky Sports und Chelsea FC

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