Sonia Bompastor nahm gegenüber dem 2:0 gegen Birmingham drei Wechsel vor. Live Peng ersetzte Hannah Hampton im Tor, Katie McCabe und Melvine Malard rückten in die Startelf.
In der 11. Minute fiel das Tor. Nach einer Grätsche gegen Sandy Baltimore sprang der Ball frei, Kaptein nahm ihn rund 23 Meter vor dem Tor an und traf mit einem wuchtigen Schuss via Unterkante der Latte. Kurz danach kam der erste Dämpfer: Captain Keira Walsh musste nach 20 Minuten mit Oberschenkelproblemen raus, für sie kam Lexi Potter.
Chelsea hatte vor der Pause genug Chancen, um früh alles klarzumachen. Ellie Carpenter schoss eine Top-Chance neben den Pfosten. Malard köpfte knapp daneben, nachdem Alyssa Thompson ihr den Ball aufgelegt hatte. Auf der anderen Seite erwischte Peng nicht ihren besten Moment: Nach einem kurz ausgeführten Eckball liess sie einen Schuss nach vorne abprallen. Virginia Kirchberger jagte den Nachschuss aus kurzer Distanz aus dem Gleichgewicht über das Tor.
Livia Peng mit sehr starker zweiter Halbzeit
Nach der Pause wurde Austria Wien mutiger, und Livia Peng war nun gefordert. Einen Schuss von Valentina Pötzl parierte sie stark, einen weiteren lenkte sie um den Pfosten. Rund 15 Minuten vor Schluss traf Modesta Uka nur den Pfosten. In der 90. Minute fing Peng einen Schuss von Elisa Pfattner sicher im Sprung. Chelsea hätte auf der Gegenseite erhöhen müssen: Sjoeke Nüsken setzte nach einer Hereingabe von Carpenter einen Volley aus kurzer Distanz über die Latte.
Das sagt Livia Peng zum Spiel
Nach dem Spiel sprach Peng im Interview mit Chelsea FC offen darüber, wie schwer der Sieg war: «Es war kein einfacher Sieg für uns. Aber am Ende ist er sehr, sehr wichtig. Wir haben gewonnen, und das zählt. Ich bin wirklich stolz auf das Team, wie wir gekämpft haben. Es war heute nicht einfach, sie waren sehr aggressiv.»
Das Lob für das Zu-Null-Spiel gab sie an die Mannschaft weiter: «Ich denke, das ist eine Teamleistung. Alle haben zu diesem Zu-Null beigetragen. Alle haben mir geholfen, und die Abwehrreihe war grossartig.»
Zum Auftakt in eine Ligaphase mit starken Gegnern bemerkte Livia Peng: «So, so wichtig, auch weil es das erste Spiel ist. Wir holen den Sieg, die drei Punkte und bleiben ohne Gegentor. Jetzt bauen wir darauf auf und machen weiter. Wir wollen mehr gewinnen, wir wollen mehr.»
Stimmen und Einordnung
Bompastor gab zu, dass ihr Team das Spiel besser hätte kontrollieren und mit einem zweiten Tor «die Hoffnung des Gegners zerstören» können. Das Wichtigste sei aber der Sieg gewesen. Torschützin Kaptein sah es ähnlich: Austria Wien sei «nicht umsonst in der Champions League».
Die Zahlen zeigen, wie eng das Spiel war. Chelsea hatte deutlich mehr Ballbesitz, Austria Wien aber mehr Schüsse und mehr Eckbälle. Austria Wien hat durchaus noch viel Potential in der UWCL.