Bayern begann gegen die leicht favorisierten Engländerinnen überraschend dominant. Klara Bühl (4.) und Pernille Harder (8.) hatten die ersten guten Chancen. In der 11. Minute schickte Linda Dallmann die freistehende Giulia Gwinn mit einem Steilpass in die Tiefe, und Gwinn schob an City-Torhüterin Ayaka Yamashita vorbei zum 1:0 ein. Das 2:0 fiel in der 28. Minute: Kerstin Casparij lenkte eine Flanke von Harder unglücklich ins eigene Tor. Jovana Damnjanović und Momoko Tanikawa hätten danach sogar auf 3:0 erhöhen können.
Kurz vor der Pause flogen Pyros von der Tribüne aufs Feld. Schiedsrichterin Olatz Rivera Olmedo unterbrach das Spiel nicht. Während die Rauchfackel noch auf dem Rasen lag, wurde ein Schuss von Bunny Shaw abgefälscht, und Beth Mead staubte zum 2:1 ab (45.). Bianca Rech, Direktorin der Bayern Frauen, sagte dazu im ZDF: «Das Spiel hätte unterbrochen werden müssen. Eine schlechte Leistung der Schiedsrichterin.»
Nach dem Seitenwechsel war City das bessere Team. In der 62. Minute verursachte Bayern-Torhüterin Ena Mahmutovic einen Elfmeter, parierte dann aber den Strafstoss von Shaw selbst. In der 86. Minute glich die deutsche Nationalspielerin Carlotta Wamser nach einem Konter und einer Vorlage von Laura Blindkilde Brown aus. Es war ihr erstes Tor für Manchester City. In der Schlussphase vergab die eingewechselte Edna Imade noch zwei gute Chancen auf den Siegtreffer, zuletzt mit einem Kopfball über die Latte.
Bayern gab 15 Schüsse ab, City 8. Davon gingen 4 beziehungsweise 3 aufs Tor. City hatte mit 52,9 Prozent etwas mehr Ballbesitz und 5 Ecken, Bayern nur eine.
Bayern-Star und Nike-Aushängeschild Giulia Gwinn bemerkte nach dem Spiel: «Es fühlt sich gerade an wie drei verlorene Punkte. Wir haben über weite Teile des Spiels dominant gespielt, haben es aber in der Schlussphase versäumt, erwachsen zu spielen.»