Arsenal Women – Crystal Palace Women 0:0

Arsenal Women haben im zweiten Saisonspiel der Women’s Super League und dem ersten Heimspiel im Emirates Stadium erstmals Punkte liegen lassen. Vor 23’900 Zuschauerinnen und Zuschauern im Emirates Stadium endete die Partie gegen Crystal Palace Women 0:0. Für die Gastgeberinnen war es ein frustrierender Nachmittag: Arsenal kontrollierte Ball und Spielgeschehen nahezu durchgehend, konnte aber kein Tor erzielen. Das Spiel war das sehr emotionale Comeback von Kyra Cooney-Cross (mit Brief im Programmheft), die nach einer Auszeit wegen dem Tod ihrer Mutter in das Team zurückkehrte. Hervorragende Leistungen erbrachten bei Arsenal u.a. (wie immer) Emily Fox und Lisa Baum. Wieder nicht im Kader, nicht einmal auf der Ersatzbank, waren die Schweizer Nationalspielerin Géraldine Reuteler und die deutsche Nationalspielerin Selina Cerci.

Von Beginn an übernahm das Team von Arsenal die Initiative. Crystal Palace zog sich weit zurück, verteidigte eng am eigenen Strafraum und versuchte, über vereinzelte Entlastungsangriffe Zeit und Raum zu gewinnen. Arsenal dominierte den Ballbesitz mit 79.3 Prozent und erspielte sich laut den Spieldaten einen Expected-Goals-Wert von 2.37 gegenüber lediglich 0.33 für Crystal Palace. Diese Zahlen unterstreichen, wie klar das Kräfteverhältnis im Spiel war – und wie wenig es Arsenal gelang, diese Dominanz in Tore umzumünzen.

Die besten Möglichkeiten in der ersten Halbzeit hatten Mariona Caldentey und Alessia Russo. Caldentey traf die Latte, während Russo nach einem herausragenden Zuspiel von Lisa Baum eine grosse Chance nicht nutzen konnte und ihren Abschluss neben das Tor setzte. Crystal Palace blieb zwar offensiv kaum gefährlich, verteidigte aber mit hoher Konzentration, blockte Abschlüsse und machte den Raum im Zentrum konsequent dicht.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild kaum. Arsenal erhöhte den Druck, suchte über die Flügel und über Kombinationen am Strafraumrand nach der Lücke, doch Palace hielt stand. Lisa Baum setzte mit einem weiteren Lattentreffer ein Ausrufezeichen, aber auch diese Gelegenheit brachte nicht den ersehnten Führungstreffer.  Auch die Verteidigerinnen, wie Emily Fox und Leah Williamson gingen in den Sturm. Die Gäste von Crystal Palace retteten das Resultat mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung über die Zeit und durften sich am Ende über einen sehr wertvollen Punkt freuen.

Für Arsenal ist das Resultat besonders deshalb enttäuschend, weil das Team nach dem 1:0-Auftaktsieg auswärts bei Brighton mit Ambitionen auf den nächsten Heimsieg angetreten war. Immerhin bleibt die Mannschaft ungeschlagen. Aber verlorene Punkte können in einer kompetitiven Liga wie der WSL rasch den Verlust der Meisterschaft bedeuten. Es kann durchaus sein, dass sie Arsenal noch gegen Ende der Saison an dieses Spiel erinnern wird. Zudem werden zunehmend auch Fragen betreffend Grosseinkauf an Spielerinnen aufkommen, vor allem wenn notwendige Siege ausbleiben. Da verschiedene Nationalspielerinnen keine oder nur wenige Minuten Spielzeit erhalten, dürfte die Unzufriedenheit im Team in Richtung FIFA Frauen Fussball-WM in Brasilien nun wöchentlich zunehmen.

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