Arsenal trat von Beginn an selbstbewusst auf und übernahm im Broadfield Stadium früh die Spielkontrolle. Die Mannschaft von Renée Slegers liess den Ball sicher laufen, suchte mit hohem Tempo den Weg nach vorne und setzte Brighton in der Anfangsphase unter Druck. Der Lohn folgte in der 10. Minute: Lisa Baum nahm sich ein Herz und schloss ihren Angriff entschlossen ab. Ihr Schuss landete spektakulär im oberen Bereich des Tores – ein Traumstart für die junge Offensivspielerin in ihrem ersten WSL-Einsatz.
Nach dem Rückstand fand Brighton besser in die Partie. Die Gastgeberinnen verteidigten engagiert, versuchten mit direkten Vorstössen und schnellen Umschaltmomenten selbst Akzente zu setzen und hielten das Duell offen. Arsenal blieb zwar die spielbestimmende Mannschaft, konnte seine Überlegenheit jedoch nicht in weitere Tore ummünzen.
Auch nach der Pause entwickelte sich eine umkämpfte Begegnung. Brighton erhöhte den Druck und suchte den Ausgleich, während Arsenal vergeblich auf das beruhigende zweite Tor drängte. Die Londonerinnen blieben in der Defensive jedoch konzentriert und liessen nur wenig wirklich Gefährliches zu.
So genügte der frühe Geniestreich von Baum zum Dreipunktegewinn der Saison. Arsenal kann den Auftakt damit als gelungen verbuchen: auswärts, ohne Gegentor und mit einer Debütantin, die sofort ein Ausrufezeichen setzte. Brighton zeigte trotz der Niederlage eine disziplinierte Leistung, fand im letzten Drittel aber nicht die Mittel, um Arsenals Abwehr entscheidend zu überwinden.
Der Sieg hat für Arsenal besondere Bedeutung, weil der Klub zum ersten Mal seit elf WSL-Spielzeiten – mit Ausnahme der Spring Series – wieder mit einem Auswärtsspiel in eine Ligakampagne startete. Man darf das Spiel als «Arbeitssieg» bezeichnen. Das Kader von Arsenal sollte aber den Anspruch haben, solche Spiele mit mehreren Toren Vorsprung zu gewinnen.
Für Lisa Baum war es ein Einstand nach Mass. Die 19-Jährige erzielte nicht nur ihr erstes Tor für Arsenal, sondern entschied mit ihrem Treffer zugleich eine zähe Auftaktpartie zugunsten der Gunners.